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10. Tag: Di. 02.08.2005 Þingeyri - Isafjörður

Strecke: 60

Beim Radbepacken bricht bei Carmens Rad der Ständer ab. Die Niro M5-Schrauben haben nachgegeben. OK, einpacken und in vielleicht gibt's in Isafjörður ja 'n Fahrrad- und Schraubenhändler.

Das Wetter ist schön: Heiter und meist Rückenwind lassen einen die Umrundung des ersten Fjördendes genießen. Auch den ersten Paß mit wohl etwas über 270 m schiebt es einen leicht rauf. Allerdings ist unten auf dem Damm über den Önundarsfjörður Gegenwind.

Nach einer kurzen Rast, bei der kurzen Etappe braucht man ja nicht zu hasten, geht es mit Rückenwind, die Fahrtrichtung hat sich in Bezug zu dem Damm eben nicht wesentlich genändert, rauf zum Tunnelmundloch. Das ist schon von unten aus zu sehen. Die Steigung ist moderat und gleichmäßig. Oben nur kurz was getrunken und dann geht es mit Licht in den Tunnel. In Richtung Norden ist der erste Abschnitt einspurig mit Ausweichbuchten, etwa alle 300 m. Der Vorrang für die nordfahrenden in Zusammenhang mit vernünftigter Beleuchtung und Nebeneinanderfahren bereitet keine Probleme. Zudem ist der ,,Paß`` kurz nach der Einfahrt. Ab dann geht es bergab, und es herrscht weiter Rückenwind. Ungefähr in der Mitte, an der Einmündung der Straße aus dem Súgandafjörður, wird es richtig laut. Hier sind die Gebläse zur Entlüftung. Das erklärt auch den Rückenwind, und warum es so tief unter der Oberfläche nicht so warm wie erwartet ist. Es liegt nämlich ungefähr Außentemperatur vor. Ab der Einmündung geht es zweispurig mit leichtem Gefälle in Richtung Isafjörður. Aus dem Mundloch raus liegt schon fast Isafjörður zum Greifen nahe.

Für den Tunnel reicht eigentlich ein einfaches Diodenrücklicht und eine LED-Taschenlampe nach vorne. Die Beleuchtung ist ausreichend.

Die Abfahrt in den sonnigen Fjord hinein ist schnell. Schon von Weite sieht man einen Kreuzfahrdampfer im Hafen liegen.

Abbildung: Isafjörður in Sicht
Image Bilder/p8021837_s.jpg

Bevor es in die Stadt geht, noch kurz beim Bonus einkaufen. Der Campingplatz ist ein Edda-Hotel, das eine Zeltwiese und Klos bereitstellt. Duschen kosten 250 ISK extra. Da kann man dann doch gleich für 300 ISK in das Hallenbad gehen:-)

Nach dem Zeltaufbauen und Wäschewaschen geht es los zum Fahrradhändler im Hafen. Hilfsbreit ist er ja, aber passende Schrauben gibt es nicht. Jedoch sein Hinweis auf einen Schraubenladen ist Gold wert. Es werden je vier DIN912 M5x25-12.9 und M5x30-12.9 sowie ein 8er Ring-Maul-Schlüssel erstanden. Damit kriegen wir dann die alten Schrauben aus dem Ausfallende, und der Ständer sitzt bombenfest.

In der Touristeninformation wird geschmöckert und das Postschiff für Freitag über Æðey zum Ende der 63 ausgeguckt. So spart man sich die langen Fjordfahrten auf der Südseite und ist unwesentlich langsamer.

Das bisherige Nudelessen wird frugal durch Lammsteak unterbrochen. Bei der isländischen extensiven Schafshaltung kann das Fleisch, zumal durch Radfahrer trainiert, nur exzellent sein.

Das schweizer Pärchen, daß wir seit Borgarfjörður kennen ist auch schon da. So kommt man ins Gespräch. Mit dem Trockenmilchpulver, das sie uns empfehlen, läßt sich ein passabler Kakao zubereiten. Allerdings ist die Gebrauchsanleitung zum Auflösen des Puders genau zu beachten. So kann man sich auf den Hochlandetappen das Leben ein wenig versüßen.


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Olaf Schultz 2006-05-04